Die Liebe ist langmütig und gütig (1.Kor. 13,4 ff)

Liebe. Pastell auf Acryl

Nein, ich bin nicht unter dieHochzeitsprediger gegangen. Zu oft wurde der zitierte Bibeltext schon Brautpaaren vorgelesen. Die Predigt wird schnell zusammengestrickt: So habt ihr euch zu verhalten, dann wird es auch was mit der Goldenen Hochzeit! Na denn „Prost!“, ähm „Amen!“

Doch der Text geht viel tiefer. Wer ehrlich ist, merkt schnell, dass diese Messlatte sehr hoch gehängt ist. Nicht zu schaffen.

Nicht nur Paulus schrieb Briefe. Auch Johannes griff zum Pergament. Im 1. Johannesbrief 4, 16 heißt es „…Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“  

Wenn Gott die Liebe ist, kann ich den Korinthertext nicht nur als Handlungsanweisung, sondern auch als Beschreibung Gottes verstehen: Gott ist langmütig und gütig, Gott beneidet nicht, Gott prahlt nicht, er bläht sich nicht auf.

Weiter mit Vers 6 und 7: Er freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, er freut sich aber an der Wahrheit. Er erträgt alles, er glaubt alles, er hofft alles, er erduldet alles.

So gelesen, bekommt der Text plötzlich einen neuen Sinn. Er lässt mich staunen.

Ich habe angefangen zu malen. So malte ich das Triptychon „Liebe – Glaube – Hoffnung“. „Hoffnung“ und „Glaube“ fielen mir relativ leicht. Der Anker der Hoffnung, der zur Knospe wird und das Kreuz des Glaubens, der Wein zum Wachsen bringt. Doch für die Liebe hatte ich keine Idee. Das Symbol der Liebe, das Herz, war mir zu kindisch. Eine Woche ließ ich mir Zeit. Dann aber dachte ich, dass ich mich nur ausprobiere. Keine Galerie wartet auf meine Bilder.

So malte ich das Herz, das von zwei Händen gehalten wird. Als ich fertig war, merkte ich, das nicht das Herz das eigentliche Symbol für die Liebe ist, sondern die Wunden an den Handgelenken.

Jesus hat für uns alles ertragen und erduldet! Wenn mir bewusst wird, was er für mich aus Liebe getan hat, dann kann ich nur zurücklieben. Doch die Messlatte ist immer noch hoch. Aber ich muss es nicht allein schaffen.

„…, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.“ (Römer 5,5) Wenn das so ist, dann muss ich nicht die Menschen mit meiner kleinen menschlichen Liebe lieben. Ich kann ich aus der unermesslichen Liebe Gottes schöpfen.

Lasst uns lieben!

Ein leerer Altar in einer leeren Kapelle

Unabhängig davon, dass diese Kapelle sowieso selten für Andacht und Gottesdienst genutzt wird, ist dieser Altar ein Symbol für diese Zeit. Immerhin, das Altartuch, vom Pastor liebevoll gebügelt, liegt darauf und auch die Bibel ist aufgeschlagen. Bereit, gelesen zu werden.
Doch gleichzeitig durchweht diese Kapelle ein Hauch von Museumsluft. Im Hintergrund die Kopie der Zeitung, die in der Zeitkapsel von der Turmspitze sich befand.
Die Kapelle war mal außerhalb der Stadt. Sie gehörte zum Spittel für Lepra – Kranke. Damals als die Seuche wütete…

Da waren die Kranken. Sie waren verpflichtet jeden Abend zur Andacht zu kommen.
Heute gehört die Kapelle zum Pflegeheim. Bis vor kurzem fand hier alle zwei Monate eine Andacht statt, für die Bewohner des Pflegeheims.


Doch jetzt sind wir verpflichtet zu Hause zu bleiben. Weil die Seuche wütet…
Viele redeten bereits vor der Pandemie davon, dass sie die Kirchen und Kapellen nicht brauchen, weil Gott überall ist. Ja, das ist er. Aber suchst du ihn auch überall? Was wird Gott in deinem Herzen finden? Eine Leere? Oder ein paar Ausstellungsstücke, die von deinem ehemaligen Glauben zeugen? Oder brennende Liebe für ihn und die Menschen? Ist Gott in deinem Herzen zuhause?


Ja, die Kirchen sind geschlossen und der gemeinsame Gottesdienst fehlt. Doch Gott steht direkt vor deiner Herzenstür und klopft an. Bitte ihn herein. Lass ihn rein und dann wird dein Herz nicht nur zur Kapelle, sondern du wirst in dir selbst zuhause sein. Das neue Leben in dir beginnt und du wirst Ostern die Auferstehung feiern können.
Eines Tages werden die Kirchen wieder offen sein und du wirst anderen erzählen können, von deinem ganz besonderen Ostern. Von dem Ostern, an dem dein Herz zur Kapelle wurde!
Gottes Frieden sei mit dir!

Ist das Glaube oder kann das weg?

Glaube: Pastell auf Acryl

Im Moment sind gerade ganz andere Dinge wichtig als sonst. Während uns geraten wird, Masken zu tragen, zerbröseln die unsichtbaren Masken, die wir sonst aufsetzen. Plötzlich sind wir nicht mehr cool. Plötzlich lassen wir Einblicke zu, zu denen wir sonst nicht bereit waren. Das fängt bei den Promis an: Musiker streamen kleine Live-Konzerte aus dem Wohnzimmer. Selbst diejenigen, die bisher „Home-stories“ abgelehnt haben, geben jetzt mit der Handykamera Einsichten in das Privatleben preis. Facebook-Freunde, die sonst nur Witze teilten, posten auf einmal Bibelverse. So lerne ich Menschen jetzt von einer anderen Seite kennen.

Auch ich lerne mich noch einmal anders kennen. Seit über 20 Jahren bin ich Christ. Es ist etwas Anderes, im Gottesdienst mit anderen zusammen zu singen „Jesus, ich liebe dich!“, als jetzt, nur noch online mit den Geschwistern im Glauben verbunden, zu Hause zu sitzen. „Jesus, ich liebe dich!“? Wirklich? Immer noch? Es scheint eine innere Inventur stattzufinden. Beim Entrümpeln der Seele kommt öfter der Satz hoch „Ist das Glaube oder kann das weg?“ Was hält denn, wenn nichts mehr hält? All die mutigen Glaubenssätze, in guten Zeiten ausgesprochen: Jesus, ich vertraue dir und folge dir nach!- Gelten sie doch? „Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern. Des Leids gefüllt bis an den höchsten Rand. Dann nehmen wir ihn dankbar, ohne Zittern aus deiner guten und geliebten Hand.“ – Der bekannte Text von Dietrich Bonhoeffer singt sich zum Jahreswechsel mit einem Glas Sekt in der Hand irgendwie leichter als jetzt.

Woran glaube ich wirklich? Glaube ich noch an einen großen Gott? Oder höre ich den düsteren Prognosen zu?

Eine leise Stimme erreicht mich, ein Liedvers, ein vertonter Psalm „Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.“ (Psalm 139, 9 und 10) Da ist jemand, der auch da ist, wenn ich denke, dass ich allein bin. Da ist jemand bei mir, selbst in der größten Dunkelheit. „Denn auch Finsternis ist nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtet wie der Tag, Finsternis ist wie das Licht.“ (Psalm 139, 12) – Darauf antwortet mein, verloren geglaubter, Glaube „Ja, Amen!“ Vielleicht glaube ich nicht so mutig und so stark, wie ich bisher dachte. Aber ich muss nicht stark sein!

Das hat schon Paulus erkannt. Er schrieb „Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf daß die Kraft Christi bei mir wohne.“ (2. Kor. 12,9)

Ich erkenne immer mehr: Glaube ist Gnade! Ich kann und darf mir Glauben schenken lassen. Also nein, das kann nicht weg. Das ist Glaube!    

„…Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden.“ (Römer 5, 5)

Hoffnung. Pastell auf Acryl
Hoffnung. Pastell auf Acryl

Es gibt viele Bibelstellen, in denen „Hoffnung“ vorkommt. Das ist nicht erstaunlich, denn der christliche Glaube ist eine Religion der Hoffnung. Das wird leider oft übersehen. Bei all dem Dienen, Buße tun, Umkehr, Gott gehorsam sein, vergessen wir manchmal das Eine: Gott liebt uns!

„Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“ heißt es in Jeremia 29,11.

Gott selbst hat dafür gesorgt, dass wir wieder eine Beziehung zu ihm haben können. Er hat seinen eigenen Sohn dafür hergegeben. (Joh. 3, 16) Jesus sagt „…;weil ich lebe, sollt auch ihr leben!“ (Joh. 14, 19) Christus ist auferstanden und wir, die wir an ihn glauben, werden auch auferstehen. Jesus sprach davon, dass er hier auf der Erde für uns sorgen wird. “Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?“ (Matth.6,26)

Es gibt noch viele Zusagen, die Hoffnung geben. Ein Christ wird nicht vor schweren Zeiten bewahrt. Paulus von dem die Stelle aus der Überschrift stammt, konnte ein Lied davon singen. In 2. Korinther 11,24 bis 28 stellt er eine Liste über seine Notlagen auf: ausgepeitscht, Schiffbruch erlitten, im Gefängnis gewesen usw.

Trotzdem redet er von Hoffnung. In all diesen Notlagen hat er seinen Glauben bewahrt. Er hat daran festgehalten. Er schreibt, dass genau diese Bewährung, Hoffnung bewirkt. (Römer 5, 4) und dann weiter „die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.“ Genau das ist der Grund für die Hoffnung: Gott liebt uns! Weil er uns liebt, hat er seinen Sohn auf die Erde gesandt, weil er uns liebt, werden wir leben, weil er uns liebt, versorgt er uns.

Daran halte ich fest. Bei allen düsteren Prognosen und bei all dem, was um uns rum passiert. Gott liebt mich! Gott liebt dich! Das ist eine Hoffnung, die hält!

Lasst uns hoffen!

Amen.

„Der Herr ist mein Teil!, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.“ (Klagelieder 3, 24)

Diese Traubenhyazinthe hat sich auf meinem Balkon selbst ausgesät. Ein kleiner Hoffnungsschimmer für mich.

Ich werde nicht aufhören, über Hoffnung zu schreiben. Wie viele von uns spüre ich, wie zerbrechlich unser Leben ist. Vieles von dem, was vor kurzem noch selbstverständlich schien, geht nicht mehr. Arbeit, soziale Kontakte, Hobbys pflegen – all das ist nicht oder nur eingeschränkt möglich. Die Informationen sind spärlich und nicht immer zuverlässig.

Und doch! Ich gebe nicht auf! In mir ist noch immer Hoffnung. Ich habe meinen Gott als großartigen Gott erlebt. Er hat schwierige Zeiten in meinem Leben zugelassen. Aber im Rückblick waren es die Zeiten, die mich reifer gemacht haben. Ich habe in diesen Zeiten wichtige Lektionen gelernt.

Als ich von verschiedenen Christen in diversen Gemeinden schmerzhaft enttäuscht wurde, habe ich fast meinen Glauben verloren. Ich habe mich von christlichen Gemeinden zurückgezogen. In dieser Zeit hat Gott mich an die Hand genommen. Mir wurde bewusst, dass ich meinen Glauben von Menschen abhängig gemacht habe. Ich habe die Predigten der Pastoren ungeprüft hingenommen. Bis ich dann erlebt habe, dass Pastoren durchaus Charakterschwächen haben können.

Während meines Rückzugs habe ich begonnen, mich mit christlicher Mystik zu beschäftigen. Ich habe plötzlich einen neuen und für mich spannenden Zugang zu Gott gefunden. Auch entdeckte und entdecke ich die Bibel neu. Ich habe sie vorher auch gelesen, aber seitdem ich mir selbst erlaubt habe, die von Predigern vorgegebenen Denkbahnen zu verlassen, habe ich plötzlich neue Ideen. Manchmal staune ich, welche Interpretationen jenseits der üblichen Pfade möglich sind.

All das hätte ich nicht, wäre ich nicht in diese Glaubenskrise geraten.

Im Moment erlebe ich persönlich eine Hilfslosigkeit. Es macht mich demütig. Die äußeren Sicherheiten sind weg. Ich weiß nicht, wie es nach der Krise mit meiner Selbstständigkeit weiter geht. Aber ich weiß, dass Gott da ist und mich liebt. Er wird für mich sorgen, denn ich bin sein geliebtes Kind.

„Denn der Herr ist mein Teil!, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen!“ (Klagelieder 3,24) Daran halte ich mich. Mein Verstand hilft mir gerade nicht weiter. All die logischen Aussagen der Wissenschaftler bringen mich nur dazu, den Mut zu verlieren. Deswegen höre ich lieber meiner Seele zu. Sie redet mir davon, dass jenseits aller pessimistischen Prognosen, es Hoffnung gibt. Gott ist immer noch größer als ein Virus. Sein Friede ist „höher als alle Vernunft“! (Philipper 4,7)

Daran glaube ich. Daran halte ich mich fest. Deswegen hoffe ich!

Amen!   

Hoffnung

dig

Beim Aufräumen habe ich ein Schleifenband von Weihnachten wiedergefunden. Neben „Merry Christmas“ steht da auch ein, für mich sehr wichtiges Wort: Hope – Hoffnung!

„Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den Herrn und sich nicht wendet zu den Hoffärtigen und zu denen, die mit Lügen umgehen!“ (Psalm 40, 5) heißt in der Lutherübersetzung. Hoffärtig ist ein veraltetes Wort und kann mit „stolz, hochmütig, hochnäsig“ übersetzt werden.

Mir fällt es nicht leicht, in dieser Zeit ruhig zu bleiben. Zuviele Informationen, zuviele Halbwahrheiten und gefühlt jeder weiß es besser. Ich habe Menschen um Rat gefragt. Doch sie wussten auch nicht so Recht, wie mit der aktuellen Situation umzugehen ist. Da fiel mir auf, dass ich heute noch nicht gebetet habe. Ich setzte mich also hin und nach einiger Zeit verspürte ich Ruhe, einen inneren Frieden. Jetzt geht es mir wieder besser.

Hoffnung! Wenn Einer/ Eine sie haben kann, dann Menschen, die sich Christus anvertraut haben. Hoffnung ist heutzutage das kostbarste Gut. Während meiner Zeit in der „Jungen Gemeinde“ haben wir ein Lied von Ludger Edelkötter gesungen:

„Kleines Senfkorn Hoffnung,
Mir umsonst geschenkt,
Werde ich dich pflanzen,
Dass du weiter wächst,
Dass du wirst zum Baume
Der uns Schatten wirft,
Früchte trägst für alle alle,
Die in Ängsten sind.“  

Ich möchte nicht vergessen, dass ich durch Christus einen Grund zur Hoffnung habe und diese Hoffnung an andere weitergeben. Ich möchte mich an meinen Jesus festhalten und darauf vertrauen, dass Er mich auch dann hält, wenn ich aus Versehen loslasse. So, wie Er auch Petrus sofort ergriffen hat, weil dieser kurz auf die Wellen schaute, anstatt auf Ihn. (Matth. 14, 28 – 31)

Ja, Petrus hat kurzzeitig versagt und Jesus nicht vertraut. Aber er war gleichzeitig der einzige Jünger, der es überhaupt gewagt hat, aus dem Boot zu steigen und auf dem Wasser zu gehen! Ich mag Petrus. Polter-Petrus, wie ich ihn manchmal liebevoll nenne. Petrus der manchmal schneller redet, als er denkt. Petrus, der sich verunsichern lässt und es mal mit den Juden und mal mit den Heiden hält. Petrus, der dem römischen Soldaten ein Ohr abgeschlagen hat, um zu verhindern, dass sein Herr verhaftet wird und auch der Petrus, der genau wusste, wie bitter nötig er die Vergebung dieses geliebten Herrn hatte. Wenn ich darüber nachdenke, dann entdecke ich mich selbst. Wie bin ich doch selbst emotional, mutig und dann wieder unsicher, trotzig und dann wieder kleinlaut. Wenn ich dann darüber nachdenke, wie liebevoll Jesus mit Petrus umging und wie sehr Er ihn gebraucht hat, dann habe ich Hoffnung. Hoffnung, weil ich weiß, dass Jesus mich bedingungslos liebt und Hoffnung, dass Er mich unvollkommenen Menschen gebrauchen kann, um Sein Reich zu brauchen. Er kann meinen kleinen Mut gebrauchen. Ich muss nicht vollkommen sein. Er braucht nur meine Hingabe.

So pflanze ich das Senfkorn Hoffnung, damit es Früchte trägt für alle, die in Ängsten sind.

„Biet ihm ein Heißgetränk an, Shelly!“ – Leid(t)faden für ungeplante Seelsorgegespräche

Wer kennt es nicht? Da steht man nach dem Gottesdienst gemütlich beisammen und fragt ahnungslos sein Gegenüber, wie es ihm geht und der bricht in Tränen aus. Jetzt ist guter Rat teuer. Aus eigener Erfahrung habe ich hier einen kleinen Leid(t)faden für akute Seelsorge zusammengestellt. Ich habe mit Absicht „Leitfaden“ mit d geschrieben. Ich habe selbst schon oft genug an schlechter Seelsorge gelitten. Deswegen fange ich mit den typischen Fehlern an:

  1. Vergib ihm/ihr! – Dieser Satz ist richtig und auch biblisch, doch es ist oft die falsche Situation, in der er fällt! Oft genug habe ich es erlebt, dass wohlmeinende Menschen diesen Satz gesagt haben, kurz nachdem der Andere von seinem Kummer erzählt hat. Menschen, die schon lange Christen sind, wissen in der Regel selbst, dass Vergebung wichtig ist. Es geht also nicht darum auswendig gelernte Ratschläge zu erzählen. Auch ist nicht jeder, der sich schwer damit tut, einem anderen zu vergeben ein trotziger, aufmüpfiger Mensch. Vergebung ist gerade bei schwerwiegendem Kummer ein Prozess! Wenn du jahrelang von einem Verwandten missbraucht wurdest oder andere schlimme Dinge erlebt hast, dann ist der Rat, demjenigen zu vergeben als erste Reaktion eine schallende Ohrfeige!
  1. Och, so schlimm ist das nicht! Auch dieser Satz ist eine schallende Ohrfeige. Wer gibt dir das Recht, Leid in Kategorien einzuteilen? Ein Armbruch ist schlimmer als nervige Kinder? Die Kündigung ist eine neue Chance? Woher willst du wissen, was für den Anderen schlimm ist? Gerade wir Deutsche tun uns oft schwer damit, unseren Kummer preis zu geben. „Was soll der Andere von uns denken!“ ist ein landläufiger Gedanke. Deswegen kann es sein, dass erst ein kleiner Kummer erzählt wird, um rauszufinden, wie der Andere damit umgeht. Wird jetzt bagatellisiert, kommt das eigentliche Problem nicht mehr zur Sprache.
  1.  Mach eine Therapie! Geh‘ zum Seelsorger! – wusch, eine dritte Ohrfeige, innerhalb weniger Minuten! Bist du ausgebildeter Therapeut? Ein geschulter Seelsorger? Nein? Warum maßt du dir dann an, ein Urteil abzugeben, ob jemand eine Therapie braucht? Bei einem nicht geplanten Seelsorgegespräch kennst du in der Regel dein Gegenüber nicht gut genug, um beurteilen zu können, ob er eine Therapie benötigt. Wenn du nur einen Moment ehrlich zu dir selbst bist, wirst du zugeben müssen, dass es deine eigene Hilfslosigkeit ist, die dich zu solchen Rat-Schlägen bringt.

Wenn du jetzt fragst, was du denn sonst tun sollst, habe ich ein paar Ideen für dich, die sich bewährt haben bei einem akuten Seelsorgegespräch.

  1. „Biet‘ ihm ein Heißgetränk an, Shelly!“ – Der erste Vorschlag stammt von der Mutter des Serienhelden aus „The Big Bang Theorie“ Dr. Sheldon Cooper. Dieser hochbegabte Mann hat im sozialen Leben erhebliche Schwächen. Deswegen gibt ihm seine Mutter den Rat, Menschen, die ihm etwas von ihrem Kummer erzählen, als erstes ein Heißgetränk anzubieten. Dieses Heißgetränk hat mehrere Funktionen: Es verschafft dir eine Atempause. Während du die Becher holst und einfüllst, kannst du selbst deine Gedanken sortieren und dir überlegen, was zu tun ist. Der Andere hat dieselbe Chance. Das Heißgetränk signalisiert zudem, dass der Bekümmerte gehört wird. Er darf erzählen. Der Andere nimmt sich Zeit für ihn. Wenn kein Kaffeeautomat o. ä. in der Nähe ist, dann versuche irgendwie anders eine angenehme Atmosphäre zu schaffen: setzt euch hin oder stellt euch zumindest in eine Ecke, in der euer Gespräch nicht unfreiwillig belauscht werden kann. Der zugige Gang neben einer Toilette ist nicht der Ort, an dem man entspannt über seinen Kummer reden kann.
  1. „Was willst du, was ich dir tun soll?“ (Lukas 18, 41) -Jesus selbst macht es uns vor. Als ein Blinder ihn ruft, fragt er ihn: Was soll ich für dich tun? Er heilt ihn nicht sofort. Der Andere darf selbst entscheiden.

So kannst auch du erst einmal nachfragen. Der Andere weiß wahrscheinlich, dass du kein Profi-Therapeut bist. Er wird nicht erwarten, dass du den perfekten Rat hast. Meist dürfte es der Wunsch sein, dass einfach mal jemand zuhört.

Beim Zuhören solltest du unbedingt beachten, dass du zuhörst! Nein, du daddelst nicht auf deinem Handy rum oder gehst in Gedanken die nächste Woche durch! Du hörst zu!

Vielleicht fragst du noch nach, weil du einen Zusammenhang nicht verstanden hast. Wichtig ist auch, dass du zunächst alles, was der andere dir erzählt, als wahr annimmst. Du hinterfragst nicht dessen Perspektive. Erkenn‘ das Leid des Anderen an! Verurteile ihn nicht oder hinterfrage seine Handlungen! Du weißt nicht, was du getan hättest, weil du nicht in seiner Situation bist oder warst!

  1. Gebet geht immer! – Wenn du nicht weißt, was zu tun ist, kannst du innerlich beten „Herr, schenke mir Weisheit!“ Wenn dein Gegenüber selbst nicht weiß, was er möchte, was ihm helfen könnte, dann frage ihn, ob du für ihn beten kannst. Bitte denke daran, denjenigen vorher zu fragen, ob du ihn dabei anfassen darfst. Manche mögen eine fremde Hand auf der Schulter nicht. Gebet schafft oft eine andere Atmosphäre. Die gefühlte Hilfslosigkeit findet im Gebet ihr Ende. Auch kann es ein guter Abschluss des Gespräches sein.

So in etwa könnte ein ungeplantes Seelsorgegespräch ablaufen. Es braucht oft wenig und kann doch viel bewirken. Bei der beschriebenen Situation wird kaum einer erwarten, dass du die Lösung hast. Also hör zu und bete mit ihm. Kaffee?

Buddhistisches Christentum oder christlicher Buddhismus?

Ich war letztes Jahr in Asien. Unsere Reiseleiterin las uns jeden Morgen einen kurzen Abschnitt aus der Lehre Buddhas vor. Dadurch bin ich längst noch nicht in die Tiefe des Buddhismus eingedrungen. Aber eins ist mir dabei aufgefallen: Das klingt sehr anstrengend!

Doch so unbekannt kamen mir die Sätze nicht vor. Da war doch was? „Du musst an dir arbeiten!“, „Du musst regelmäßig beten!“, „Wenn du noch nicht gesund bist, obwohl du dafür gebetet hast, glaubst du nicht genug!“, „Du musst in Zungen reden!“ – Das alles sind Sätze, die man so oder so ähnlich zumindest vereinzelt in verschiedenen Freikirchen hören kann. Diese Sätze haben alle eins gemeinsam: „Du musst!“ Es scheint, als könne der Mensch gar nicht ohne Druck auskommen. Als bräuchte er es, etwas leisten zu müssen. Ich bin da auch nicht frei von.

Aber Jesus sagt „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Matth. 11, 28)  – Was für ein Angebot! Keine Leistung ist zu erbringen! Kein „Du musst!“  – „Ja, aber der christliche Glaube ist ernst zu nehmen! Du kannst doch nicht bleiben, wie du bist!“ werden vielleicht Einige einwenden.

Ja, kannst du auch nicht! Wenn du erst einmal erkannt hast, wie sehr Gott dich liebt, möchtest du auch nicht so bleiben, wie du bist. Es gibt jedoch einen anderen Weg: Überlass dich Gott! Lass Ihn tun! Höre auf damit, dir strenge Bibellesepläne zu schreiben oder dir vorzunehmen, dass du noch vor dem Aufstehen eine Stunde betest! Das hältst du genauso lange durch, wie deine guten Vorsätze zu Silvester.

Überlass dich Gott! Vertrau Ihm ganz. Gib dich Ihm ganz hin! Nicht peu à peu erst deine Freizeit, dann deine Finanzen und irgendwann den Rest. Gib‘ dich ganz hin.

Er möchte dir ein Vater sein! Wenn du nicht gerade Gutes mit dem Wort „Vater“ verbindest: Er möchte dir eine Mutter sein! (Falls das jetzt komisch klingt – „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet;…“ – Jes. 66,13, spricht für einen weiblichen Teil in Gott selbst.)

Ich möchte dir Mut machen, dich auf diesen liebenden Gott einzulassen. Wenn Er wie eine Mutter, wie ein Vater für dich sorgt, dann kannst du auch dich Ihm überlassen. Mir persönlich ist es schon aufgefallen, dass mir Dinge plötzlich leicht fallen, die mir viel Mühe gemacht haben, als ich sie aus eigener Kraft versucht habe. Manchmal frage ich mich erstaunt „Hast du das jetzt wirklich gedacht?“ z. B. wenn es mir gelungen ist, nicht über jemanden zu richten.

Ja, es ist wichtig, dass man ehrlich zu sich selbst ist. Aber wenn ich meinen Weg mit Gott gehe und Ihm vertraue, dann wird Er auch zu einer passenden Zeit mich die Wahrheit über mich erkennen lassen und mich zu dem Menschen ändern, der ich nach dieser Erkenntnis auch sein möchte. (Phil. 2, 13)

Überlass dich Gott!     

Therese von Lisieux – Das Kreuz auf sich nehmen

Glasfenster, Pfarrkirche St. Johannes Baptist, Höxter

Heute möchte ich über eine Frau schreiben, die mich sehr beeindruckt: Therese von Lisieux.

Ihr äußeres Leben ist schnell erzählt: 1873 wurde sie in eine stark katholische Familie geboren. Als sie vier Jahre alt war, starb ihre Mutter. Schon früh wollte sie ins Kloster eintreten. Das wurde ihr nicht gestattet. Nachdem sie mit ihrem Vater zusammen den Papst um Erlaubnis gefragt hatte, durfte sie mit 15 endlich in den Karmel eintreten. Mit nur 24 Jahren starb sie an Tuberkulose.

Ihr inneres Leben dagegen ist nicht so schnell umrissen. Sie hatte sehr tiefe Gedanken. Ihre Themen waren die Gnade Gottes, die liebevolle Hingabe an eben diesen gnädigen Gott.

Oft genug wird sie als „ihrer Zeit voraus“ angesehen, als jemand, der trotz falscher Kirchenlehre den richtigen Weg gefunden hat.

Sie war ein Kind der Kirche. Sie liebte ihre Kirche. Ich denke, es war nicht ihr Ziel revolutionär zu sein. Sie wollte nichts Neues bringen. Sie wollte „das Alte“, also die Worte Jesu, die zu ihrer Zeit schon über 1800 Jahre alt waren, bestätigen.

Sie hat mir meine Fragen, wie einige Bibelstellen zu verstehen seien, intensiver beantwortet, als Pastoren und Prediger, deren Predigten ich gehört habe.

Manchmal ist es schwierig für mich, dass, zumindest in Freikirchen, nur noch das halbe Evangelium gepredigt wird. Oft ist von Gottes Liebe und seiner Gnade die Rede.

Therese von Lisieux dagegen, schreibt davon, was es heißt täglich sein Kreuz auf sich zu nehmen. (Markus 8, 34)

Selbstverleugnung ist heute so beliebt wie abgestandenes Bier. Sehr oft ist von „Grenzen setzen“ und „sich selbst behaupten“ die Rede.

Da klingen Episoden in denen Therese beschreibt, dass sie sich nicht verteidigt hat, als ihr etwas unterstellt wurde oder dass sie besonders freundlich zu einer älteren Ordensschwester war, der man es eigentlich nie recht machen konnte, merkwürdig in modernen Ohren.

„Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, auf dass ihr Kinder seid eures Vater im Himmel; denn er lässt seine Sonne aufgehen über die Bösen und über die Guten und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ (Matth. 4,44-45) steht im Neuen Testament. Das ist kein neues Wort von Therese.

Für mich war „Geschichte einer Seele“ eine Gebrauchsanweisung. Ich habe in meinem bisherigen Leben viel Ablehnung erfahren. Wenn ich Details erzählen würde, würden mir sicher Viele raten, für mich selbst zu sorgen, Menschen nicht mehr so dicht an mich ran zu lassen. Das scheint heute so eine Art Krankheit zu sein: viele fühlen sich zum Psychologen berufen und geben ungefragte Rat-Schläge, obwohl sie kein Semester Psychologie studiert haben. Der Lieblingsratschlag von diesen Pseudo-Psychologen ist übrigens der Kontaktabbruch, am besten ohne Vorwarnung und ohne Chance für den anderen, Dinge, die in der Beziehung schief gegangen sind, zu klären.

Es gibt sicher Situationen, in denen ein dauerhafter Kontaktabbruch angebracht ist. Das ist aber nicht so oft der Fall, wie es heute empfohlen wird.

Ich habe schon länger darüber nachgedacht, wie ich mit meinen alltäglichen Verletzungen umgehe. Die Gedanken von Therese haben mich bestärkt: Demjenigen vergeben, der mich verletzt hat, ist nur der erste Schritt. Der zweite ist, für ihn zu beten. Der dritte wäre, ihm etwas Gutes zu tun. Klar ist es anstrengend, wenn man täglich von der gleichen Patientin angemault wird. Aber das Mitbringen von einem Glas selbstgemachter Marmelade kann manchmal kleine Wunder wirken.

Täglich das Kreuz auf sich nehmen, für die beten, die einen beleidigen und das sanfte Joch Christi tragen – wenn eine weiß, wie es geht, dann Therese von Lisieux.

Sie ist mir Glaubensvorbild. Sie ermutigt mich, meinen Glauben radikal zu leben. Radikal in dem Sinne, dass ich Jesu Worte auch so ernst nehme wie sie.

Kleine Gesten, kleine Liebesdienste, Menschen in ihrem Alltag zu ermutigen, die Übersehenen sehen, für Fremde innerlich beten, weil man gerade deren akute Not spürt, so verstehe ich ihren „kleinen Weg“.

Ich werde weiter über sie nachdenken. Denn ich möchte, dass mein „Jesus, ich liebe dich!“ kein Lippenbekenntnis ist. Ich kann Ihm nicht meine Liebe zeigen, aber ich kann liebevoll mit Seinen Geschöpfen umgehen. Auch oder gerade dann, wenn sie es nicht sind.  

Ägypten in der Bibel – Ausländer in Ägypten

Tempel Edfu: Pharao schlägt Feinde

Nachdem ich mich mit Mose und Josef beschäftigt habe, möchte ich noch Einiges zum Thema „Ausländer in Ägypten“ schreiben. Die Alten Ägypter waren ausländerfeindlich. Schon an den Grenzen war auf den Festungen in Übergröße das Motiv „Pharao schlägt seine Feinde“ zu sehen.

Von einer dieser Festungen ist der Bericht überliefert, dass unterernährte Fremde versuchten, das Land zu betreten. Sie wurden aufgegriffen und abgewiesen.

In manchen Gräbern ist zu lesen, dass der Grabherr diese und jene Expedition nach Nubien geleitet hat. Unter „Expedition“ verstand man in Ägypten das, wohl eher gewalttätige Einreisen mit Truppen, die dann wahrscheinlich die Nubier zwangen in den Goldminen Gold abzubauen und es den Ägyptern unentgeltlich zu überlassen.

Ägypten hat viele andere Kulturen beeinflusst. Doch umgekehrt muss man die Spuren, die andere Kulturen in Ägypten hinterlassen haben, mit der Lupe suchen z. B. stammt der Gott Bes aus dem Sudan. Diese Angst vor fremden Kulturen hat vielleicht etwas damit zu tun, dass, wie bereits geschrieben, Ägypten selbst aus mehreren Volksgruppen bestand und nicht jederzeit homogen war. Letztendlich hat all diese Angst nichts genutzt. Ägypten ist untergegangen.

Ägypten hatte also nur Beziehungen zum Ausland zugelassen, von denen es sich persönliche Vorteile versprach.

Jakobs Sippe musste das Getreide kaufen, das sie von Pharao bekamen.

Bevor ihnen Land zugeteilt wurde, fragte Pharao sie nach ihrem Beruf. Sie waren Hirten. Es gab eine ambivalente Einstellung zu Hirten: Geübte Hirten waren gefragt und trotzdem nicht hoch angesehen. Andererseits wurden Götter, Könige und hohe Beamte auch als Hirten bezeichnet. So heißt es in der „Lehre für Merikare“: „Der Mensch ist das Kleinvieh Gottes“ oder es hieß, wenn ein hoher Beamter gestorben war „Der gute Hirt ist fortgegangen!“.

Vielleicht hat genau diese Ambivalenz den Pharao bewogen, Jakob und seiner Familie Weideland zuzusprechen. Sie machten einen Job, der gebraucht wurde, aber keiner machen wollte. Als Hirte in Ägypten musste man nämlich mutig sein. Das Vieh wurde einmal im Jahr auf die Weideplätze getrieben. Dafür musste, je nach Standort der Nil überquert werden. Einige Hirten saßen, zusammen mit Kälbern oder Lämmern, die noch zu klein waren in Booten. Die anderen schwammen mit der Herde zusammen, um diese gegen lauernde Krokodile und Nilpferde zu verteidigen. Das tun gute Hirten: sie setzen ihr Leben aufs Spiel, um die Herde zu beschützen.

Jakob und seine Familie hat also dem Pharao Vorteile gebracht und durfte bleiben.

Eine weitaus kleinere Familie flüchtete Jahrhunderte später nach Ägypten: Maria, Josef und Jesus. Warum wurden sie nicht aufgegriffen und zurückgeschickt? Was hatten sie zu bieten? Gold, Weihrauch und Myrrhe! Ich habe mich schon öfter gefragt, was diese kleine Familie wohl mit den Gaben der Weisen anfangen könnte. Sie gehören nicht unbedingt zur Erstausstattung für ein Baby.

Gold, Weihrauch und Myrrhe sind Dinge, die für die Grabausstattung benötigt wurden. Es würde mich nicht wundern, wenn meine Kollegen eines Tages in einem Grab von einem Beamten, der jahrelang in einer Grenzfestung stationiert war, Reste von Weihrauch und Myrrhe finden würden, die ursprünglich aus dem „Morgenland“ stammen.

Als Archäologe steht es mir nicht zu, zu behaupten, dass es so war. Bereits im ersten Semester wurde mir beigebracht, dass ein „Es könnte so gewesen sein!“ besser zu meinem Beruf passt. Aber wenn ich richtig vermute, dann spricht es ein weiteres Mal dafür, dass Gott vorsorgt. Gott sorgt dafür, dass Maria und Josef sich in Ägypten „einkaufen“ können. Gott sorgt dafür, dass Maria, wie hier Mitte Januar geschrieben, nicht gesteinigt wird.

Sie haben nicht immer vor anderen den besten Ruf, aber er bewahrt sie und sorgt für sie. Auch wenn es manchmal ein harter Weg ist, aber Er, der gute Hirte, lässt uns, seine Herde nicht im Stich. Pharao schlägt seine Feinde. Jesus dagegen sagt „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!“ (Matthäus 11, 28)