„Denn große Dinge hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist sein Name;“ (Lukas 1,49)

Foto: privat, Rjiksmuseum Amsterdam

(Werbung wegen Titelnennung.)

Weiter geht es mit dem Magnificat.

Gott ist mächtig! Klar, weiß ich. Wirklich? Nur nochmal zum Mitschreiben: Gott ist mächtig! Wenn ich so drüber nachdenke, wie ich mich die letzten zwei Jahre gefühlt habe, dann fällt mir eher das Gegenteil ein: ohn-mächtig. Ohne Macht, ohne Einfluss! Politiker greifen gefühlt sehr stark in mein Leben ein, ein Virus bestimmt plötzlich meinen Alltag und ein Macht – Haber bedroht zumindest Europa mit einem Krieg. Was kann ich tun, außer beten? Ich habe in der Weltpolitik kaum Einfluss – ich weiß ja noch nicht einmal, wie Lokalpolitik geht. (Falls jemand, der das liest, weiß, wie Lokalpolitik geht: Bitte einen Kommentar dalassen! Ich bin gerade an etwas dran und freue mich über jeden Tipp!)

Dann plötzlich der Gedanke „Du bist nicht allein! Der Allmächtige ist an deiner Seite!“ Gott hat das Universum geschaffen. Er hat die Macht, den Einfluss und kann und will große Dinge an mir tun.  Er hat sie bereits an mir getan. Es ist nicht selbstverständlich, dass ich ein gläubiger Mensch bin. Auch nicht, dass ich bis heute es geblieben bin. Wenn ich darüber nachdenke, wieviele Male Gott mich angesprochen hat, zunächst durch ein Kinderbuch, dass ich im Regal meiner Eltern gefunden habe. Als ich durch das darin Lesen meiner Mutter Fragen über den Glauben stellte, schickte sie mich zur Christenlehre. Ein Pastor hatte dort einen guten Einfluss auf mich. Jahre später, nach der Wende, drückte mir meine Patentante einen Reise – Katalog vom CVJM in die Hand. Nach dem Urlaub, dem ersten, ohne meine Eltern, las ich weiterhin in der Bibel. Ein Mitreisender hatte mir per Brief das Buch „Die ersten 90 Tage mit der Bibel“ geschickt. Ein Jahr später, wieder auf einer CVJM – Reise gab ich Jesus mein Leben. Ich erinnere mich noch, wie ich vorher und nachher viele Fragen hatte und jeden damit löcherte, der von sich selbst behauptete, Christ zu sein und nicht bei „drei“ auf den Bäumen war!

Im Nachhinein erkenne ich in all den „Zufällen“ Gottes liebende Handschrift. Er hat es so gefügt! Er wollte, dass ich zu Ihm finde. Gott möchte mich! Egal, wer mich schon abgelehnt hat in meinem Leben – es waren Einige! – Gott möchte mich! Ehe ich mich überhaupt auf die Suche nach Ihm gemacht habe, hat Er mich längst gefunden! Bisher bin ich die Einzige in meiner Familie, die eine persönliche Beziehung zu Christus hat. Das ist manchmal anstrengend! Aber wenn es nur danach ginge, welchen Glauben die Eltern haben bzw. praktizieren, wäre ich noch heute Atheist.

So ist das schon ein Wunder, dass ich mich zu Gott bekehren konnte. Gott hat auch dafür gesorgt, dass ich den Glauben an Ihn nicht verliere.

Was kann ich eigentlich dazu tun zu meinem Glauben? Nichts! Ich brauche Gott schon allein dafür, damit ich an Ihn glauben kann. Das lässt mich staunen und mich gleichzeitig klein fühlen vor Gott!

Ich juble „Denn große Dinge hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist sein Name;“

Amen.

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