„Ich wäre dir gefolgt, mein König!“

Silvester lief nicht so, wie geplant. Ursprünglich wollte ich mit Freunden feiern. Doch dann kam etwas dazwischen und ich verbrachte die Nacht allein im Haus meiner Eltern. Ich hatte den „Herrn der Ringe“ mit – die extended edition selbstverständlich und die Speisekammer meiner Eltern war gut gefüllt. Es gibt Schlimmeres!

Ein Satz aus dem ersten Teil hallt immer noch in mir nach. Der sterbende Boromir richtet seine letzten Worte an Aragorn „Ich wäre dir gefolgt, mein Hauptmann, mein König!“ Um das zu verstehen, muss man ein wenig vorspulen. Bei einer Versammlung, in der beraten wird, wie man weiter vorgeht, wird Aragorn, von einem Elben (So werden in Tolkiens Universum die Elfen genannt.) als der Thronerbe Gondors vorgestellt. „Du schuldest ihm Gehorsam!“ Darauf antwortet Boromir „Gondor hat keinen König, Gondor braucht keinen König!“

Jetzt, im Sterben erkennt Boromir Aragorn als König an. Klar, nur eine Szene aus einem Fantasy-Film, hat nichts mit dem realen Leben zu tun! Wirklich?

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich selbst gesagt „Ich habe keinen König, ich brauche keinen König!“ Dann begann ich, die Liebe, mit der mich Gott liebt, zu verstehen. Obwohl es kaum mit dem Verstand zu verstehen ist! Immer mehr begreife ich, wie sehr ich einen König brauche. Keinen König dieser Welt. Keinen Menschen, der sich schnell irrt. Ich brauche einen König, der den Überblick hat! Es ist ein barmherziger König! Für Ihn bin ich nicht nur ein Untertan, sondern Braut. Wow, die Geliebte des Königs! Also wenn ich an Filme alá „Drei Musketiere“ denke, dann hatte die Braut des Königs eine Menge zu sagen! – Das nur am Rande.

Christus ist mein König! Doch es gibt etwas, was mich am oben erwähnten Filmzitat stört: „Ich wäre dir gefolgt, mein König!“ Es wäre traurig, wenn ich am Ende meines Lebens sagen müsste „Ich wäre dir gefolgt, mein König!“ Ich wäre dir gefolgt, wenn ich meine Zweifel beiseite geschoben hätte. Ich wäre dir gefolgt, wenn es mir nicht so wichtig gewesen wäre, was andere über mich denken. Ich wäre dir gefolgt, wenn mir nicht mein Smartphone, meine Arbeit, meine Freunde wichtiger gewesen wären.

Was wäre, wenn wäre nicht wäre? Was hält mich ab? Was hält dich ab?

Das neue Jahr ist zwar schon ein paar Tage alt, aber noch jung genug, um all die vorgeschobenen Gründe – und nichts anderes als vorgeschoben sind sie – an das Kreuz zu geben und endlich damit anzufangen, klar und deutlich auszusprechen: „Ich folge dir, mein König!“ und dann das genau zu tun!

Kommst du mit?

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