Ein merkwürdiger Trost?

Im Moment übe ich für meinen Chor einzelne Stücke z. B. „Wie lieblich ist der Boten Schritt“ aus dem Messias. Ich habe eine Notenausgabe, in der beide Sprachfassungen, die deutsche und die englische übereinander stehen: „ How beautyful are the feet of Him that bringeth glad tidings,of salvation, that saith unto Zion, Thy God reigneth! – Wie lieblich ist der Boten Schritt, sie bringen frohe Kunde, künden von Erlösung und sagen zu Zion: Dein Gott waltet!“

Während ich versuche die richtige Textverteilung und Aussprache zu erfassen, stutze ich plötzlich – Warum soll die Nachricht, dass Gott regiert, eine gute Nachricht sein? Das ist doch bloß eine Feststellung und kein Trost! Da fällt mir etwas auf: Seit fast 2 Jahren sind die Pandemie-Regeln der bestehenden Regierung, kaum noch nachvollziehbar. Anfangs war es die R-Zahl, die als wichtig postuliert wurde und merkwürdigerweise seit geraumer Zeit kaum erwähnt wird. Dann wurden Inzidenzen als Maßstab gesetzt und deren Grenzwerte wurden, anscheinend nach Belieben hoch oder runter gesetzt, dann war davon die Rede, dass es keinen zweiten Lockdown geben wird, inzwischen wird ein dritter erwogen, danach wurde uns versprochen, dass, wenn wir geimpft sind, die Regeln entfallen, weil ja die Impfung unsere „einzige Rettung“ ist, später wurde 3G, später 2G eingeführt und jetzt schwebt uns 2G+ d. h. selbst die Geimpften sollen einen PCR-Test machen, wie ein Damokles-Schwert über uns. Viel Geschnatter und wenig Erfolg. Kontinuität und Vertrauenswürdigkeit – Fehlanzeige!

Wie wohltuend ist dagegen der Gedanke, dass Gott regiert! Auf Gott ist Verlass! Er ändert nicht seine Meinung und bleibt sich selbst treu! Er beruft schwache Menschen und setzt diese Berufung auch durch diese und trotz ihnen um. Er steht zu seinen Versprechen. „Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit!“ heißt es in Hebräer 13, 8. Der Psalmbeter schreibt „Denn das Wort des Herrn ist wahrhaftig, und all sein Tun ist Treue.“ (Psalm 33,4)  Gott sagt durch den Propheten Jesaja „…genau so soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe!“ (Jesaja 55, 11)

Gott ist ein Gott, der sich nicht ändert! Politiker, die ihre Versprechen nicht halten, ungerechte Fürsten und Könige gab es schon immer. Ja, das hat Gott zugelassen. Aber er hat noch immer eingegriffen, wenn diese Machthaber sich zu sehr erhoben haben. Er hat Pharao ertrinken lassen, Daniel aus der Löwengrube und die drei Männer aus dem Feuerofen gerettet. Der König Xerxes erließ ein neues Dekret, das die Juden schützte und Kyros der Große sorgte dafür, dass die Juden nach Jerusalem zurückkehren durften. Man könnte Gottes Handeln dabei anzweifeln, aber es fällt auf, dass es regelmäßig nach dem gleichen Muster abläuft: die Pläne von Herrschern werden, wenn sie eine bestimmte Grenze überschreiten, vereitelt.

Gestern erst erzählte mir eine Freundin, dass der Sturm auf das Kapitol wohl eigentlich von Trump als Putsch geplant war. Darauf sagte ich „Wir fragen oft, warum Gott etwas zugelassen hat, aber ich möchte lieber nicht wissen, was er NICHT zugelassen hat!“

Wenn ich so drüber nachdenke, dann ist das Wissen darum, dass Gott regiert, doch ein starker Trost! So kann ich mich und mein Gefühl, dass ich einer Regierung, die selbst keine Ahnung von der Pandemie hat, ausgeliefert bin, in Gottes Hand legen. Er weiß, was ich brauche. Das macht mich ruhig.

Amen.

Ein Kommentar zu “Ein merkwürdiger Trost?

  1. Wie „genial“,
    daß wir in der Offenbarung nach lesen können,
    was Gott noch zuläßt und was das,sein „Ziel“ ist.

    Und wie wahr, es sind die amerikanischen Präsidenten, auf die wir jetzt ein Auge haben dürfen,
    den auch der „gute Herr Biden“ hat einen Auftrag zu erfüllen …

    Und alle amerikanischen Präsidenten haben seit Ronnie Reagan brav „zugearbeitet“.

    Drum halten wir die Augen offen, was sich noch weiter bewahrheitet und wo wir stehen …
    Nutzen wir sein Wort, seine Verheißungen und eben auch seine Warnungen.

    Alles Liebe,
    Raphael.

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