In die Falle getappt

Kreideflashmob am Ostermorgen „Er ist auferstanden!“

Irgendwie bin ich vor Kurzem in eine Falle getappt. Eine Schulsekretärin hat dafür gesorgt, dass ich einen Impfberechtigungsschein bekomme. Ich habe mich nicht darum gekümmert. Sie fand aber, dass ich als freie Mitarbeiterin nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte habe und ließ diesen Schein für mich ausstellen. Wenige Tage später hatte ich meinen ersten Impftermin. Es lief alles reibungslos ab. Kurze Zeit später saß ich im Beobachtungsraum und wartete darauf, dass ich gehen durfte. Schmunzeln musste ich, als ein Soldat einen Wartenden aufrief und diesen fragte, ob es ihm gut gehe. Die Antwort lautete “Jo, und Ihnen?”  

Zwei Tage später kam dann der Impfstopp von AstraZenica. Seitdem horchte ich in mich hinein: Habe ich Kopfschmerzen? Fühle ich mich irgendwie anders? Ich muss zugeben, dass ich ein wenig mulmiges Gefühl hatte.  

Ich bin in eine Falle getappt. Als meine Pastorin nach dem Gottesdienst verkündete, dass die Impfung unsere einzige Rettung sei, bin ich noch innerlich zusammengezuckt und dachte ‘Huch, ich dachte, unser Retter heißt Jesus?’ 

Jetzt habe ich mich selbst allein auf den Impfstoff verlassen. Dabei ist kein Impfstoff dieser Welt mein Retter. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ich eine der sehr seltenen Nebenwirkungen bekomme. Ich halte es auch weiterhin für eine gute Idee, dass ich mich habe impfen lassen. Ich schaue auch, bevor ich über die Straße gehe, nach links und nach rechts. Doch genauso, wie ich nicht verhindern kann, dass im letzten Moment ein Auto um die Ecke geschossen kommt oder ich trotz Impfung noch krank werde, kann ich auch nicht beeinflussen, ob oder welche Nebenwirkungen die Impfung bei mir hat. Ich bin und bleibe in Gottes Hand!  

Genau das macht mich ruhig! Wozu ist mein Glaube sonst gut, wenn er mir nicht bei meinen Ängsten um Gesundheit und Leben hilft? Der Glaube ist doch nicht nur dafür da, damit ich rechtzeitig einen guten Parkplatz bekomme oder damit ich am Sonntagmorgen eine schöne Zeit habe. Genau für diese Sorgen ist er wichtig.  

Ostern ist gerade vorbei. Die Spuren vom Kreideflashmob am Sonntagmorgen mit dem Schriftzug “Er ist auferstanden!” sind vom Schneeregen längst weggespült. Aber es gilt immer noch “Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?“ (Joh. 11,25-26). – Ja, ich glaube es. Das macht Glauben aus – die Hoffnung, die daraus entsteht, dass der Tod seinen Schrecken verloren hat. Da wird die Seele ruhig. Da werde ich ruhig!  Es ist die Gewissheit, dass ich und mein Leben in der Hand dessen liegen, der mich so unendlich liebt, dass er für mich gestorben ist! Einen größeren und besseren Retter kann es nicht geben! Sein Name ist Jesus, der Christus! 

Amen. 

Ein Kommentar zu “In die Falle getappt

  1. Yepp, unser retter und auch unser Arzt ist Jesus Christus.
    Hilft es irgendwie, wenn man jetzt vergleichsweise auf das Symbol der Apotheker, Ärzte sonstiger Pharmazeutischen Organisationen schaut?

    Man weiß es nicht, oder?

    Der Herr kommt wohl bald,
    Raphael.

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