Bist du gefährlich?

Heute in der Predigt erwähnte der Pastor eine repräsentative Umfrage, nach der jeder vierte Christ in Deutschland nicht mehr in die Kirche/ Gemeinde gehen möchte, aus Angst vor Terroranschlägen.
Nun mag man von repräsentativen Umfragen halten, was man will, aber mir schoss eine Frage in den Kopf: Bin ich in meiner Gemeinde sicher? Inzwischen ist es ja leider so, dass Terroristen wahllos zuschlagen. Aber große Anschlagsziele werden immer noch nach ihrer Medienwirksamkeit und nach Gefährlichkeit nach Ansicht der Täter ausgesucht. Gemeinden, die sich nur sonntags zum Gottesdienst treffen, von deren Existenz die Leute in nächster Nachbarschaft nichts wissen, sind in den Augen von Fanatikern harmlos. Ein Anschlag würde den Bekanntheitsgrad der Gemeinde vorübergehend steigern, aber die mediale Betroffenheit wäre nicht groß. Christen und Gemeinden dagegen, die sich öffentlich zu ihrem Glauben bekennen und ihren Glauben leben z. B. durch Obdachlosenarbeit, Arbeit mit Prostituierten oder andere diakonische Projekte, sind aus der Sicht von Terroristen gefährlich.
Bist du Mitglied einer gefährlichen Gemeinde? Bist du gefährlich?
Wenn man diese Frage mit „Nein!“ beantwortet, kann man sich entspannt zurücklehnen. Ein Undercover-Christ bzw. eine Undercover-Gemeinde ist nicht in großer Gefahr, Opfer eines Anschlags zu werden. Er bzw. sie ist saved. Doch nach kurzer Zeit kommt ein mulmiges Gefühl auf: ein Christ, der seinen Glauben nicht bekennt, mag in diesem Leben sicher sein, muss sich aber fragen, ob er im Jenseits auch „saved“ ist. Im Schreiben an die Gemeinde in Philadelphia heißt es: „Ich weiß, wie du lebst und was du tust; ich weiß, dass du weder kalt noch warm bist. Wenn du doch das eine oder das andere wärst! Aber weil du weder warm noch kalt bist, sondern lauwarm, werde ich dich aus meinem Mund ausspucken.“ (Offenbarung 3, 15+16, NGÜ) Hier spricht es Jesus ganz deutlich aus: Entweder du bist im Diesseits gefährlich und damit selbst in Gefahr und dafür im Jenseits bei Jesus und damit in Sicherheit oder umgekehrt. Beides geht nicht!

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