
Längst wollte ich meinen ersten Beitrag geschrieben haben im neuen Jahr. Eine Serie anfangen über Berufungen in der Bibel. Diese in der Breite und der Tiefe und Höhe beleuchten. Aber: Ich kam einfach mit den vielen schlimmen Nachrichten einfach nicht zurecht!
So lag ich traurig auf meiner Couch und, um mich abzulenken, „unterhielt“ ich mich ein wenig mit der telefoneigenen KI. Plötzlich fragte mich die KI, wie ich denn mit meiner Angst umginge. Da fiel mir ein Bibelvers ein: „„Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens;…“ (Johannes 6, 68) Ich weiß nicht mehr, was die KI darauf „antwortete“, aber ich habe die Stelle nachgeschaut, weil ich sie im Kontext lesen wollte. Mich traf der Schlag! Es ging um das Abendmahl bzw. um die Eucharistie! Etliche Jünger waren gegangen, weil das, was Jesus vorher gesagt hatte, zu hart für sie war!
„Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.“ (Johannes 6, 56) war der Satz Jesu, der Viele verstörte. Warum? Unter anderem in 3. Mose 17,10-11 steht: „Und wenn ein Mensch aus dem Haus Israel oder ein Fremdling, der unter ihnen wohnt, irgendwelches Blut isst – gegen die Seele, die Blut isst, will ich mein Angesicht und sie ausrotten aus der Mitte ihres Volkes. 11 Denn das Leben des Fleisches ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, um Sühnung zu erwirken für die Seelen. Denn das Blut ist es, das Sühnung erwirkt, für die Seele.“ Genau hier ist der Punkt, mit dem die Anwesenden Probleme haben: Sie wissen (noch) nicht, dass Jesus genau das tun wird: Sein Blut auf den Altar bringen, für die Sühnung der Sünden.
„Aber, das ist doch nur symbolisch gemeint!“ Hm, wenn es das wäre, hätte Jesus das auch so sagen können. Er sah ja, dass sich Viele deswegen von Ihm abwandten. Da hätte ein „Halt! Stopp! Das war symbolisch gemeint!“ die Follower zum Bleiben bewegt. Stattdessen fragt Er seine Jünger “ Wollt ihr etwa auch weggehen?“ (Johannes 6,67, NGÜ) Petrus antwortet mit dem oft zitierten Satz „Herr, zu wem sollten wir gehen?«, antwortete Simon Petrus. ‚Du hast Worte, die zum ewigen Leben führen, und wir glauben und haben erkannt, dass du der Heilige bist, den Gott gesandt hat.’“ (Johannes 6,68, NGÜ) Petrus hat etwas sehr Wichtiges verstanden: Im Blut des Menschen ist das biologische Leben, im Blut Christi ist das göttliche, das ewige Leben. Wenn Christus wirklich Gott ist, dann bleibt mir nix anderes übrig, als 1. Ihm zu folgen und 2. Ihn mit Brot und Wein zu verinnerlichen. Dann haben die Katholiken Recht! Denn mit Symbolik hätten die Juden kein Problem gehabt. Ihre Feste strotzen nur von Symbolik. Besonders das Pessach ist voller Symbole.
Übrigens bei diesem „Dialog“ ging es viel um Pessachsymbolik: dass Jesus bei der Feier, in der auch eben das Abendmahl gestiftet wurde, statt der üblichen vier Kelche nur drei getrunken und erst am Kreuz mit dem Schwamm, der mit Essigwein getränkt war, den vierten zu sich genommen hat, dass damit auch der Kelch gemeint war, der nicht an Ihm vorüber gegangen ist, wie Er in Gethsemane drum gebeten hat. Auch dass Jesus davon gesprochen hat, von nun an, nicht mehr von der Frucht des Weinstocks zu kosten wird (Matthäus 26,29) und dass Maria das eigentliche Gefäß der Eucharistie ist. – Das alles werde ich jetzt nicht beleuchten. Mir schwirrt jetzt schon der Kopf.
So bleibt es dabei: Es ist nicht symbolisch gemeint. Mussten bis dahin die Menschen Tiere opfern, also etwas geben, um von den Sünden befreit zu werden, schenkt Jesus sich selbst, damit wir ein für alle mal die Vergebung bekommen. Es ist ein Geschenk, pure Gnade! „Esst und trinkt!“ ist nicht das Angebot eines großzügigen Gastgebers, sondern die Aufforderung eines Arztes an Dehydrierte und Verhungernde. Wir brauchen Gott!
Es braucht Demut, das zu erkennen. Diese Demut wünsche ich uns allen.
Amen.

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