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Ich habe zum Winter hin meine Sommersachen aussortiert. Es lohnte sich nicht mehr, sie einzumotten. Doch wollte ich sie nicht zum Kleidercontainer bringen. Was sollen die Hilfsorganisationen im Winter mit Sommerklamotten? Also lagerte ich sie den Winter in einer Ecke in einem Müllsack.
Nun wird es endlich wieder Frühling und der Sack mit den Sommersachen sollte zum Container gebracht werden. Ich schleppte ihn also die Treppen runter, hievte ihn auf den Bollerwagen und von da ins Auto. Als ich auf dem Parkplatz ankam, blinzelte ich. Der Kleidercontainer war weg. Ich schaute links, ich schaute rechts, es blieb dabei: der Container war weg. Also fuhr ich unverrichteter Dinge wieder nach Hause. Im Laufe der Woche versuchte ich mit der Suchmaschine rauszufinden, wo denn nun ein weiterer Container stünde. Doch nie war einer direkt auf meinem Weg bzw. der, an dem ich vorbei kam, war überfüllt. Am Donnerstag schließlich musste ich einen finden. Am Freitag wollte ich nach Süddeutschland zu meiner Freundin. (Meine Freundin behauptet zwar, dass Duisburg nicht in Süddeutschland liegt, aber von Hamburg aus ist es definitiv Süddeutschland!) Also recherchierte ich und fand einen Container in meiner Nähe, von dem ich eigentlich wusste, dass es ihn gibt. Trotzdem fuhr ich erst sicherheitshalber noch einmal auf den Parkplatz. Es hätte ja sein können, dass ich den Abholtag des Containers erwischt habe und er jetzt wieder da steht. Nein, er war weg! Ich fuhr nun die längere Strecke zum aufgestellten Container und fand tatsächlich in dessen Nähe eine Parklücke. Ich hievte den Müllsack auf meinen Bollerwagen, schob diesen das kleine Stück und warf dann endlich diesen Kleidersack in den Container. Was war ich erleichtert!
Da fiel mir etwas auf: Was wäre, wenn es Jesus nicht gäbe? Was, wenn ich mit all meiner Schuld, Scham, sich wie ein Loser fühlen, meine Trostbedürftigkeit nicht zu meinem Gott gehen könnte? Wenn meine Bürde immer schwerer werden würde und ich diese nirgends „abladen“ könnte? Wenn mein Trost darin allein bestünde, dass ich stundenlang mit meiner Freundin telefoniere oder ich andere niedermache, damit ich selbst gut dastehe. Es wäre ein Trost, der nicht lange halten würde.
Ich habe vor längerer Zeit Pflegehelfer ausgebildet. Für die Abschlussprüfung habe ich für jeden einen Schokoriegel auf eine Serviette gelegt und an den Riegel einen mutmachenden Vers gehängt. Mir wären viele Bibelverse eingefallen, aber es musste neutral sein. Ich habe lange nach Versen suchen müssen. Auch hatten die Verse für mein Empfinden wenig Substanz.
Mir fällt dazu ein Vers aus einem Worshipsong von Matt Redman ein:
„Where would we be without Your love
We’d still be lost in darkness
Where would we be without Your cross
You made a way to save us
O Your love, O Your love….
We couldn’t escape
The sin and the shame
That kept us bound
We couldn’t break through
We couldn’t reach You“ –
Wo wären wir ohne Deine Liebe
Wir wären immer noch in der Dunkelheit verloren
Wo wären wir ohne Dein Kreuz
Du hast einen Weg gefunden, uns zu retten
O deine Liebe, oh deine Liebe…
Wir könnten nicht entkommen
Die Sünde und die Scham
würde uns weiter binden
Wir könnten nicht zu Dir durchbrechen
wir könnten Dich nicht erreichen.“ (Matt Redman, „Where would we be“ aus: „10 000 reasons“)
Gott sei Dank gibt es Jesus und Er ist für uns ans Kreuz gegangen. Wir werden unsere Lasten los, werden von Ihm getröstet, dürfen Hoffnung schöpfen.
Was für ein Gott!
Amen.
